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Rezept · Mallorquinisch

Arròs Brut

Vorbereitung
30 min
Zubereitung
1 h 30 min
Gesamt
2 h
Portionen
6 Portionen

Arròs Brut ist eines der Identitätsgerichte der mallorquinischen Inlandsküche. Ein suppiger Reis voller Fleisch, mit Sobrasada und einer Handvoll Gewürze — Zimt, Nelken, Safran —, die dieses Gericht von jeder Paella unterscheiden. Brut heißt auf Mallorquinisch “schmutzig”; das bezieht sich auf die dunkle Farbe, die der Reis annimmt, sonst nichts.

Schlachttagsgericht und Sonntagsessen. Es wird im tiefen Topf gekocht, nie in der Paella-Pfanne. Es wechselt mit der Saison: Herbst bringt Pilze, Wild und Kohl, Frühling Artischocken, Erbsen und dicke Bohnen, Sommer leichteres Gemüse. Konstant bleiben mallorquinische Sobrasada, Zimt und Nelken.

Es ist kein schnelles Gericht. Richtig gemacht braucht der Topf fast zwei Stunden: erst das Fleisch, dann das Sofregit mit den Gewürzen, dann eine Stunde bei niedriger Flamme, bis sich die Brühe setzt, und am Ende der Reis — der suppig bleiben muss. Wenn er trocken aus dem Topf kommt, ist es kein Arròs Brut.

Zutaten

  • 400 g Bomba-Reis
  • 300 g Schweinerippen
  • 200 g Hähnchen vom Land — Schenkel oder Oberschenkel, in Stücke geteilt
  • 200 g Kaninchen — oder, je nach Saison, Rebhuhn, Wachtel oder Drossel
  • 100 g mallorquinische Sobrasada
  • 100 g Butifarrón — mallorquinische Blutwurst
  • 100 g Reizker oder gemischte Pilze — wenn Saison ist
  • 1 Zwiebel
  • 2 reife Ramellet-Tomaten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Artischocke, geviertelt — im Frühling
  • eine großzügige Handvoll zarte mallorquinische Kohlblätter
  • 1 TL süßes geräuchertes Paprikapulver (Pimentón de la Vera)
  • 1 Zimtstange
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Prise Safran
  • 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Liter hausgemachte Fleischbrühe
  • natives Olivenöl extra
  • Salz

Zubereitung

  1. 1

    Fleisch vorbereiten

    Die Fleischsorten (Schwein, Hähnchen, Kaninchen, ggf. Wild) salzen und pfeffern und in einem schweren Topf mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl von allen Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseitelegen.

  2. 2

    Sofregit

    Im selben Fett die fein gehackte Zwiebel glasig dünsten. Den gehackten Knoblauch und die geriebenen Tomaten zugeben. Zehn Minuten einkochen, bis das Öl wieder oben schwimmt.

  3. 3

    Wurst und Gewürze

    Sobrasada und Butifarrón zerbröseln. Rühren, bis die Sobrasada schmilzt und das Sofregit einfärbt. Paprikapulver zugeben — den Topf kurz vom Feuer nehmen, damit es nicht bitter wird —, dann Zimt, Nelken, Lorbeer und Pfeffer.

  4. 4

    Brühe ansetzen

    Das Fleisch zurück in den Topf geben. Pilze und Artischocke zugeben, die Brühe angießen und aufkochen lassen. Hitze reduzieren und bei niedriger Flamme eine Stunde offen köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist und die Brühe Farbe hat.

  5. 5

    Reis kochen

    Den Topf wieder kräftig zum Köcheln bringen. Den geschnittenen Kohl zugeben, abschmecken, salzen. Wenn es kocht, den Reis und den Safran hinzufügen. Achtzehn bis zwanzig Minuten offen kochen, dabei nur sparsam rühren. Es soll suppig bleiben — Arròs Brut ist nie ein trockener Reis.

  6. 6

    Ruhen und servieren

    Vom Feuer nehmen und zwei Minuten ruhen lassen. In tiefen Tellern servieren, sehr heiß, mit rustikalem Bauernbrot.

Notizen aus der Küche

Schlachttagsgericht und Sonntagsessen. Brut heißt auf Mallorquinisch "schmutzig" — das bezieht sich nur auf die dunkle Farbe, die der Reis von der Sobrasada und den Gewürzen annimmt. Sonst nichts. Das Fleisch wechselt mit der Saison: Herbst bringt Pilze, Wild und Kohl, Frühling bringt Artischocken und dicke Bohnen, Sommer bringt leichteres Gemüse. Was nie wechselt: Zimt und Nelken. Ohne diese beiden Gewürze ist es kein Arròs Brut.

Nährwertangaben (pro Portion)

Kalorien
590 kcal
Eiweiß
32 g
Fett
22 g
Kohlenhydrate
62 g

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