Was Rubiols sind
Rubiols sind mallorquinische Halbmondgebäcke — kleine Teigtaschen aus Mürbeteig, mit süßer Füllung, dann zur Halbmondform gefaltet und gebacken. Die Größe einer Hand, die Form unverwechselbar.
Sie sind das klassische Ostergebäck der Insel — werden traditionell in der Karwoche und bis zum Pfingstmontag gegessen.
Die typischen Füllungen
- Cabell d’Àngel: „Engelshaar” — Marmelade aus Kürbisfäden, das ikonische mallorquinische Süßelement
- Brossat: ein frischer mallorquinischer Quark aus Schaf- oder Ziegenmilch (regional verschieden)
- Aprikosenmarmelade („Mermelada d’albercoc”): aus den Pla-Aprikosen
- Spinat-Pinienkern-Rosinen: eine selten gewordene salzige Variante
Die Variante mit Brossat ist auf der Insel besonders verbreitet — ein leichter, frischkäseähnlicher Belag, der gut zu dem Mürbeteig passt.
Geschichte und Saisonalität
Die Rubiols haben Wurzeln in der iberisch-arabischen Tradition — Halbmondgebäcke mit süßer Füllung gibt es überall im westlichen Mittelmeer (Empanadillas, Pasties, Calzonchinos). Die mallorquinische Variante ist die Ostervariante, oft mit Familienrezepten von Generation zu Generation weitergegeben.
Saison: Karwoche und Frühjahr, vor allem März bis Mai.
Wo bekommst du Rubiols
Wir backen sie nicht selbst — sie sind eine Konditorei-Tradition, und die guten kommen von einem Forn, der seit Generationen das Rezept hat. In unserer Gegend sind die Rubiols vom Forn de Esporles ausgezeichnet.
In unserer Karte servieren wir saisonale mallorquinische Desserts — Gató d’Ametla das ganze Jahr, Greixonera in den kalten Monaten, Crespells und Rubiols zum Osterfest. Wenn du Anfang April hier bist und Rubiols willst — frag nach.